Stauraum soll das Aufräumen verkürzen
Mehr Stauraum hilft nicht automatisch. Tiefe Schränke, die bis nach hinten vollgestopft sind, können eine Wohnung schwerer nutzbar machen, denn um das vierte Teil zu erreichen, müssen Sie erst drei andere herausnehmen. Gute Stauraumlösungen für kleine Räume halten häufig genutzte Gegenstände sichtbar und mit einem Griff erreichbar und bewahren selten genutzte Dinge an einem abgelegenen, aber nicht vergessenen Ort auf.
Eine hilfreiche Faustregel: Je öfter Sie etwas benutzen, desto näher sollte es auf Taillenhöhe und an seinem Einsatzort liegen. Saisonale Artikel, Ersatzbettwäsche und Koffer können hoch oder tief verstaut werden.
Flach statt tief
Regalböden mit etwa 15 bis 25 cm Tiefe bieten Platz für eine Reihe Gläser, Bücher oder Toilettenartikel, sodass nichts hinter anderen Dingen verschwindet. Sie passen in Flure und neben Türen, wo ein üblicher 40 cm tiefer Bücherschrank den Weg versperren würde. Eine raumhohe Wand aus flachen Regalen bietet oft mehr nutzbaren Platz als ein tieferes Möbelstück, schlicht weil Sie alles sehen und erreichen können.
WändeFlache Wandregale
Ideal für Küchen und Flure. Abwägung: Offene Regale zeigen alles. Verwenden Sie daher einheitliche Behälter, wenn Ihnen ein ruhiges Gesamtbild wichtig ist.
Unter der TreppeSchubladen unter der Treppe
Vollauszüge machen die hintere Ecke des Dreiecks erreichbar. Abwägung: Meist ein Einbauprojekt, das besser für Eigentümer geeignet ist.
TürenTürorganizer
Kein Werkzeug, keine Löcher, viele Taschen für kleine Dinge. Abwägung: Prüfen Sie, dass die Tür sich weiterhin schließen lässt und nicht am Rahmen schleift.
EingangGarderobenschiene und Bank
Eine kompakte Ablagezone für Mäntel, Taschen und Schuhe. Abwägung: Begrenzen Sie die Haken pro Person, sonst wird die Schiene zu einem zweiten Kleiderschrank.
ModularStapelkisten
Umgebaut werden sie zu Regalen, einem Nachttisch oder einem Bankunterbau, und sie ziehen mit Ihnen um. Abwägung: Hoch gestapelt ohne Wandbefestigung sind sie weniger stabil.
EckenEckregale
Nutzen Sie den toten Winkel, an dem sich zwei Wände treffen. Abwägung: Eckregale sind kleiner, als sie aussehen. Wählen Sie daher Pflanzen, Bücher oder Körbe als Inhalt.
Den Grundriss nach verborgenem Platz absuchen
Sehen Sie sich Ihren Grundriss an oder skizzieren Sie einen, und markieren Sie die vertikalen Flächen: über Kleiderschränken, über dem Türrahmen, unter dem Bett, neben dem Kühlschrank. Diese Zonen stehen selten Ihren Wegen im Weg, weshalb sie sich ideal für Stauraum eignen, der keine neuen Engstellen schafft.


Vom japanischen Genkan lernen
Viele japanische Wohnungen haben einen Genkan, einen kleinen, leicht abgesenkten Eingangsbereich, in dem die Schuhe ausgezogen werden, bevor man in den Wohnbereich hinaufsteigt. Sie brauchen keine Stufe, um die Idee zu übernehmen. Eine klar abgegrenzte Matte, ein Schuhregal und ein Haken an der Tür schaffen eine deutliche Schwelle, die verhindert, dass sich Unordnung von draußen in einer kleinen Wohnung ausbreitet.
Mietfreundlicher Stauraum
- Klemmstangen in Nischen oder unter dem Waschbecken, um Flaschen und Putztücher aufzuhängen.
- Ablösbare Klebehaken, etwa aus der Command-Reihe von 3M, für leichte Gegenstände. Beachten Sie die Tragfähigkeitsangaben und die Anleitung zum Entfernen.
- Freistehende Leiterregale, die an der Wand lehnen statt angeschraubt zu werden, möglichst mit Kippschutz, sofern erlaubt.
- Unterbettkisten auf Rollen, die sich herausziehen lassen, ohne die Matratze anzuheben.
Prüfen Sie vor jeder Befestigung an der Wand immer Ihren Mietvertrag, und notieren Sie alle Veränderungen, damit Sie sie beim Auszug rückgängig machen können.
